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am 17. Juni

Hamann/Koza: Ausweitung des Fachkräftestipendiums für Pflege- und elementare Bildungsberufe sichert Jobperspektiven

Markus Koza, Sibylle Hamann - Zentrale Forderung der Grünen ist damit umgesetzt

„Mit der Ausweitung des Fachkräftestipendiums auf Pflege- und Bildungsberufe ist nun endlich eine zentrale Forderung der Grünen umgesetzt. Die ‚Care-Economy‘ – darunter Pflege und Bildung – sind Zukunftsbranchen mit großem Beschäftigungspotential. Wir brauchen in diesen Bereichen dringend gut qualifizierte Arbeitnehmer*innen, um den Personalbedarf abzudecken. Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen wie das Fachkräftestipendium leisten dabei einen wichtigen Beitrag,“ begrüßen Sibylle Hamann, Bildungssprecherin der Grünen, und Markus Koza, Arbeits- und Sozialsprecher der Grünen, den beschlossenen Ministerratsvortrag.

Studien prognostizieren einen Bedarf von bis zu 100.000 Arbeitnehmer*innen in der Pflege bis 2030. „Qualifikation, Weiterbildung und berufliche Umorientierung sind daher ein Gebot der Stunde, um den Notstand bei der Pflege zu bewältigen,“ sagt Koza. Der Grüne Sozialsprecher betont allerdings auch, dass es mit Qualifizierungsmaßnahmen alleine nicht getan sei. „Die Pflegeberufe müssen nicht nur hinsichtlich ihrer Ausbildung attraktiviert werden, auch die Einkommens- und Arbeitsbedingungen müssen deutlich verbessert werden, um die Beschäftigten in den physisch wie psychisch fordernden Pflegeberufen zu halten. Darauf wird im Rahmen der Pflegereform ein besonderer Fokus gelegt werden müssen.“

Auch in der Elementarpädagogik ist der Mangel an gut qualifizierten Pädagog*innen in der Krise spürbar geworden. „Wir brauchen dringend Berufsumsteiger*innen in der Elementarpädagogik, und müssen alles tun, um sie für Ausbildungen zu gewinnen“, betont Hamann und ergänzt: „Speziell auch in Hinblick auf das zweite verpflichtende Kindergartenjahr, das wir uns im Regierungsprogramm vorgenommen haben.“ Der Kolleg-Ausbau starte im Herbst, ebenso ein neuer PH-Lehrgang für Quereinsteiger*innen. Das neue Fachkräftestipendium runde die Ausbildungsoffensive ab. 

Das Fachkräftestipendium in Höhe des Arbeitslosengeldes kann drei Jahre lang während der Ausbildung bezogen werden, um die Lebenshaltungskosten zu decken. 

Hamann und Koza abschließend: „Wichtige Schritte zu einer besseren Qualifizierung im Sozial- und Bildungsbereich wurden nun gesetzt. Weitere Schritte – wie etwa die Ausweitung des Fachkräftestipendiums auch auf tertiäre Weiterbildungsmaßnahmen und die langfristige finanzielle Absicherung des Fachkräftestipendiums – wären zusätzlich überlegens- und umsetzungswert.“