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am 16. Juni

Ernst-Dziedzic: Nationalrat beschließt wichtige Maßnahmen zum Schutz von LGBTIQ in Österreich

Ewa Ernst-Dziedzic - Grüne erfreut über Beschlüsse zum Schutz von intergeschlechtlichen Menschen und Verbot von Konversionstherapien

„Mit beiden LGBTIQ-Anträgen, die wir heute im Nationalrat beschließen, bringen wir zwei wichtige Maßnahmen zum Schutz von Menschenrechten und für mehr Respekt vor sexueller und geschlechtlicher Vielfalt auf den Weg: den Schutz intergeschlechtlicher Kinder und Jugendlicher sowie ein Verbot von sogenannten Konversionstherapien. Ich freue mich sehr, dass wir diese zwei wichtigen Schritte gehen und werde weiter dran bleiben bis die geforderten rechtlichen Maßnahmen umgesetzt sind“, sagt Ewa Ernst-Dziedzic, Sprecherin der Grünen für LGBTIQ und Menschenrechte, auf deren Initiative beide Anträge zurückgehen. 

Der Antrag zum Verbot von Konversionstherapien geht weiter als alle bisherigen Anträge der Opposition dazu und fordert ein Verbot von Durchführung, Zuführung und Bewerbung dieser schädlichen Pseudo-Therapien. „Ich weise Behandlungen, die darauf abzielen, die sexuelle Orientierung von Minderjährigen zu verändern, aufs Schärfste zurück. Diese Praktiken sind gefährlicher Unfug. Allen Kindern und Jugendlichen möchte ich nicht nur im Pride Monat sagen: Ihr seid nicht nur okay so, wie ihr seid, sondern ihr seid ganz wunderbar. Vielfalt ist ein Geschenk und die Basis unseres demokratischen Zusammenhalts“, betont Ernst-Dziedzic. 

Auch geschlechtliche Vielfalt brauche einen besonderen Schutz, unterstreicht die LGBTIQ- und Menschenrechtssprecherin: „Nicht notwendige medizinische Maßnahmen an intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen müssen verboten werden, sofern es keine persönliche, vorherige und voll-informierte Einwilligung der betroffenen Person selbst gibt. Der Schutz der körperlichen Integrität von intergeschlechtlichen Menschen muss oberste Priorität haben“, erklärt Ernst-Dziedzic.